Von der Fairtrade Town zur Eine Welt Landeshauptstadt: Ein Welthaus für Stuttgart!

Stuttgart, 16.10.2013:  Die Verleihung des Fairtrade-Siegels an die Landeshauptstadt Stuttgart am 02. Oktober war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer global verantwortlichen Stadtpolitik. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Eine-Welt Gruppen und MigrantInnen-Organisationen wollen nun weitergehen und ein Welthaus im Stuttgarter Stadtzentrum, als sichtbares Zeichen einer weltoffenen Stadtgesellschaft aufbauen.

Das Welthaus Stuttgart soll zeigen, dass sich Landeshauptstadt und Bürgerschaft ihrer Verantwortung für globale Gerechtigkeit stellen und den öffentlichen Dialog über die zukünftige Rolle der Region Stuttgart in der Einen Welt fördern. Um das Vorhaben voranzubringen, haben 13 Organisationen den Verein „Welthaus Stuttgart“ gegründet, der diesen Donnerstag seine erste Mitgliederversammlung abhält.

„Stuttgart ist eine internationale Stadt, in der Menschen aus über 170 Nationen friedlich miteinander leben. Rund 40% der Menschen haben einen Migrationshintergrund. Beispiele für eine gelungene Integration finden sich in der Stadt viele, doch sind sie bislang wenig sichtbar und vernetzt. Das Welthaus im Herzen der Stadt wird Integration sichtbar machen und Initiativen in Kontakt bringen“, erläutert Olimpio Alberto, Geschäftsführer des mosambikanischen Vereins Bazaruto und im Vorstand des Welthaus-Vereins.

„Die unhaltbaren und mit unseren Grundwerten unvereinbaren Zustände an den europäischen Außengrenzen, die gerade erst wieder an der Küste Lampedusas tragisch sichtbar wurden, sind ein aktuelles Beispiel für Themen, die im Welthaus offen mit den BürgerInnen der Stadt diskutiert werden sollen“, führt Johannes Lauterbach, Koordinator des Stuttgart Open Fair, weiter aus.

„Die beteiligten Initiativen können im Welthaus ihre umfassende entwicklungspolitische Expertise, angepasste Bildungsangebote und den fairen Handel einbringen. So werden die bisher positiven Anstrengungen der Landeshauptstadt im Bereich sozial verantwortlicher, nachhaltiger Beschaffung und Eine-Welt-Engagement weiterentwickelt“, ergänzt Svenja Starke, ebenfalls im Vorstand des Welthaus-Vereins. „Die Möglichkeit, das integrierte Gesamtkonzept eines Welthauses mit Globalem Lernen und Fairem Handel an einem repräsentativen Standort in zentraler Lage anzusiedeln, ist eine einmalige Chance für die Landeshauptstadt Stuttgart“, betont Frau Starke.

Angestrebt wird die Umsetzung eines integrativen Konzepts aus:

  • einem City Weltladen, in dem die Bürgerinnen und Bürger Stuttgarts in zentraler und ÖPNV-angeschlossener Lage umwelt- und sozial-bewusst einkaufen und sich über nachhaltige Lebensstile informieren können.
  • einem Globalen Klassenzimmer als Lernort für globale Zusammenhänge für Schulklassen und interessierte Gruppen.
  • dem „Welt-Café“ als Begegnungsstätte der Kulturen und Nationalitäten die in Stuttgart leben, mit Infopoint und vielseitigem Veranstaltungsprogramm.
  • und einem Arbeitszentrum der Eine Welt- und Migranten-Gruppen, mit Büros und Versammlungsräumen für die Stuttgarter Zivilgesellschaft.

Gespräche mit der Stadtverwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats und mit der Landesregierung über die Realisierung sind im Gang. Für das Vorhaben geeignete Räume in der Innenstadt werden aktuell zur Vermietung angeboten. Bei ausreichender öffentlicher Finanzierung könnte das Welthaus Anfang 2014 starten.

Kontakt: vorstand -attt- welthaus-stuttgart.de | Büro-Tel 07071 255609

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