Archiv für den Monat: Juli 2014

Welthaus-Programmtag am 26. Juli

Einladung zum Welthaus-Programmtag – Samstag 26. Juli 14 – 19 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde der Einen Welt,

im Herbst wird das Welthaus Stuttgart eröffnet!

Dies ist ein Riesenschritt: wir bekommen eigene Räume für die Gruppen die sich hier für nachhaltige Entwicklung und globale Solidarität, Frieden und interkulturelle Begegnung einsetzen und dafür Lern- und Dialogprozesse durchführen wollen. Und es entsteht im Stadtzentrum ein sichtbares Zeichen für Weltoffenheit und globale Verantwortung.

Das Programm aus Euren eigenen Beiträgen, gemeinsamen Themenschwerpunkten und Programmreihen und den Eröffnungsveranstaltungen wollen wir gemeinsam mit Euch entwickeln und laden Euch darum herzlich zum Welthaus-Programmtag ein:

Samstag 26. Juli, 14 – 19 Uhr
Tagungsraum des EMS, Vogelsangstr. 66A, Stuttgart

Wir wollen diesen Tag auch nutzen, um uns gegenseitig besser kennenzulernen. Darum bitten wir Euch, eine Darstellung Eurer Gruppe/Organisation in Form eines „Steckbriefs“/Plakats vorzubereiten, auf dem folgende Informationen stehen:

  • Name Eurer Gruppe
  • Ein Satz, der Euer Arbeitsgebiet/Euer Anliegen beschreibt.
  • Organisationsform/Arbeitsweise (z.B. Verein, Ortsgruppe, ehrenamtlich – hauptamtlich, wieviele Mitglieder/Mitarbeiter u.ä.)
  • Fotos/Plakate/Flyer von Euren Aktivitäten
  • Was plant Ihr insgesamt 2014/2015?
  • Was wollt Ihr 2014/2015 gerne im Welthaus machen/beitragen?

Auf dieser Grundlage wollen wir dann in Arbeitsgruppen über Programm-Schwerpunkte sprechen und einen ersten Terminplan erstellen. Am Ende soll eine Programm-AG entstehen. Außerdem wollen wir das Eröffnungsfest vorbereiten.

Bitte meldet Euch bis 21.07. an, damit wir die Versorgung planen können:
per Mail an j.lauterbach@initiative-colibri.org oder telefonisch unter 07071 255609

Die vom Welthaus Stuttgart e.V. verwalteten Räume und Einrichtungen umfassen das Globale Klassenzimmer, 3 Büroräume und das WeltCafé. Dazu kommt der wirtschaftlich selbständige „Weltladen an der Planie“.
Das Willkommenszentrum/Welcomecentre der Stadt und Region Stuttgart wird in direkter Nachbarschaft eingerichtet und das Café mit uns gemeinsam nutzen.
Für Veranstaltungen und Treffen stehen nach Terminabsprache das Globale Klassenzimmer (bis 40 Personen) und das Café (mit Tischen bis 40 Plätze) zur Verfügung. Voraussichtlich kann zukünftig beim Institut für Auslandsbeziehungen auch ein größerer Veranstaltungsraum (bis 99 Personen) angemietet werden.
Die Nutzungsgebühren für unsere Räume müssen wir noch regeln.

Für die Untervermietung der Büroräume/Arbeitsplätze verschicken wir in den nächsten Tagen eine Ausschreibung.

Unten findet Ihr die Leitgedanken und Ziele des Welthaus Stuttgart e.V. aus unserem Konzept.

Wir freuen uns auf Euch!

Viele Grüße

Gabi Radeke und Johannes Lauterbach
(für den Vorstand des Welthaus Stuttgart e.V.)

Auszug aus dem Konzept des Welthaus Stuttgart vom 25.07.2013

II. Leitgedanken

Mit dem Begriff „Welthaus“ verbinden wir:

  • Zivilgesellschaftliche Initiative und Selbstverwaltung: im Welthaus sind Menschen selbst und selbstbestimmt aktiv.
  • Wir sind unabhängig, überparteilich und überkonfessionell
  • Internationalität: die Welt soll im Haus vertreten sein.
  • Diversität: der Eine Welt Gedanke umfasst ein breites Themenspektrum und vielfältigste Herangehensweisen. Das einigende Element ist das Bewusstsein globaler Zusammenhänge und das Handeln in globaler Verantwortung.
  • Unsere zentralen Themen sind soziale Gerechtigkeit, Ressourcengerechtigkeit, Bewahrung unserer Lebensgrundlagen, Chancengleichheit und Solidarität mit Menschen in allen Teilen der Welt
  • Lernprozesse: wir wollen über Informationsvermittlung hinauskommen und die Fähigkeit ausbilden, komplexe globale Zusammenhänge zu erkennen, zu bewerten und verantwortlich zu handeln. Wir hinterfragen unsere Werte kritisch und überprüfen sie regelmäßig.
  • Zukunftsfähigkeit: wir erarbeiten neue Konzepte für eine ökologisch nachhaltige Entwicklung und globale soziale Gerechtigkeit
  • Dialog: zukünftige Entwicklungsrichtungen unserer Gesellschaft wollen wir in einem gemeinsamen, offenen Prozess entwickeln.

III. Ziele, Strategien und Maßnahmen

Wir wollen dazu beitragen, dass von der Region Stuttgart positive Wirkungen für die Verwirklichung der Menschenrechte, globale Gerechtigkeit, Armutsüberwindung, ökologisch nachhaltige Entwicklung und das friedliche und solidarische Zusammenleben der Völker und Kulturen ausgehen.
Das Welthaus ist dafür eine zentrale Infrastruktur-Maßnahme, mit der folgende Teilziele erreicht werden sollen:

1. Weltbewusstsein zeigen: Das Welthaus soll ein öffentlich sichtbares Zeichen der Weltoffenheit und Weltbewusstheit der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger sein. Dadurch sollen entwicklungspolitische Themen im Alltag verankert und mehr Menschen ermutigt werden, Verantwortung für die Eine-Welt zu übernehmen.
> Das Welthaus entsteht im Stadtzentrum, an der Planie – gut sichtbar und im stadträumlichen Zusammenhang mit anderen öffentlichen Einrichtungen.

2. Welt begegnen: Wir wollen die Kommunikation über Eine-Welt-Themen unter den Bürgerinnen und Bürgern und zwischen den verschiedenen Kulturen verbessern und dadurch zur Völkerverständigung, Integration, dem Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus und zur steigenden Akzeptanz entwicklungspolitischer Ziele und Maßnahmen beitragen.

  • Das Welthaus bietet einen öffentlichen Treffpunkt im Stadtzentrum, mit leicht zugänglichen Informationsangeboten, Café, Besprechungs- und Veranstaltungsräumen.
  • Organisationen der MigrantInnen sind von Anfang an am Konzept und am Betrieb des Welthauses beteiligt, die Welt ist im Haus dabei. Dieser partizipative Ansatz führt zu einem aktiven und selbstbestimmten Beitrag zur Integration
  • Das Welthaus ist Anlaufstelle für Partnerschaftsgruppen und für Kontakte der Zivilgesellschaft mit Partnern im Süden.
  • Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen und dem Willkommenszentrum, um bei gemeinsamen Zielsetzungen wie der Förderung des friedlichen und solidarischen Zusammenleben zwischen Menschen aller Kulturen Synergien zu erreichen.

3. Globales lernen: Wir wollen Menschen aller Altersstufen die heute notwendigen Lernprozesse für das Erkennen globaler Zusammenhänge und die Entwicklung global verantwortlicher Handlungsfähigkeit ermöglichen.

  • Verbindung von Globalem Klassenzimmer, Weltladen, Welthaus, mit vielen Akteuren und Aktivitäten der Eine-Welt-Arbeit.

4. Fair Handeln: Wir wollen Bürgerinnen und Bürger zu einem konsumkritischen, sozial-verantwortlichen und nachhaltigen Wirtschaften und Lebensstil anregen.

  • City-Weltladen mit öko-regio-fairen Angeboten in Verbindung mit transparenter Information der gesamten Wertschöpfungskette der Produkte, Eine-Welt Informationen – optimal ÖPNV-erreichbar.
  • Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen: Warum gibt es Armut und Reichtum? Wie sind die Güter einer Gesellschaft verteilt? Wer hat Zugang zu den kulturellen und materiellen Ressourcen? Wer hat Zugang zu den Märkten? Wer hat Macht?

5. Zivilgesellschaft entwickeln: Wir wollen die strukturelle Handlungsfähigkeit der Zivilgesellschaft, insbesondere der MigrantInnen- und Diasporagruppen, für globale und lokale nachhaltige Entwicklung fördern und ihre Vernetzung und Zusammenarbeit unterstützen.

  • Bürogemeinschaft mit vielen verschiedenen Akteuren, temporären Arbeitsplätzen, Gruppenarbeitsräumen, Seminarräumen [Anmerkung: das ist aufgrund der räumlichen Beschränkungen großteils noch Zukunftsmusik]
  • Treffpunkt und Veranstaltungsort mit öffentlicher Ausstrahlung
  • Beratungs- und Wegweiser für zivilgesellschaftliche Akteure, insbesondere für entwicklungspolitische Organisationen der MigrantInnen und Diaspora.

6. Zukunft in der Einen Welt mitgestalten: Wir wollen den öffentlichen Dialog über die global verantwortungsvolle Entwicklung der Region Stuttgart in der Einen Welt fördern.

  • Breites Spektrum der Akteure und Kompetenzen in der Bürogemeinschaft.
  • Welthaus bietet öffentlichen Dialograum.